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Château Jean Faure

Frankreich

Region:
Rebfläche:
Inhaber:
Kellermeister:
Web:

Bordeaux / St. Emilion
18 ha
Olivier Decelle
Stephane Gallet / Stephane Derenoncourt
www.jeanfaure.com

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Das Château Jean Faure ist ein wahres St. Emilion-Kleinod mit so illustren Nachbarn wie Château Cheval Blanc, Château La Conseillante und Château Figeac. Eigentlich muss man sagen wieder!

Jean Faure wurde erst 2004 von Olivier Decelle aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Der Manager Olivier Decelle war CEO der grössten französischen Verkaufskette für Tiefgefrierprodukte. Der Weinnarr wollte anfangs der 90iger Jahre nur eine Kleinstfläche Reben kaufen, um eine Ferienbeschäftigung für sich zu haben. Doch es kam anders: 1997 erwarb er das fast vergessene Weingut Mas Amiel im Roussillon, später die beiden bordelaiser Güter Château Haut-Maurac und Château Ballet.

Einer der besten Oenologen im Bordeaux, Jacques Boissenot, machte dann Decelle auf Jean Faure aufmerksam und attestierte dem Weingut ein riesengrosses brachliegendes Potenzial.

„Es blieb immer bei derselben Philosophie“, meinte Decelle. „Zuerst mussten wir die Organismen im Boden schützen, damit die Reben wieder genügend Nahrung bekamen, diese mussten gepflegt werden, damit die Qualität und der Ertrag im Gleichgewicht blieben. Das ist nun einmal der Preis, den man zu bezahlen hat, wenn man im Wein die Expression des Terroirs haben will. Und das will ich!“

Der Terroirmann Decelle engagierte das Ehepaar Claude und Lydia Bourguignon die wohl weltweit gefragtesten Bodenexperten. Für den Um- und Neubau des Château und der Kelleranlagen  hatten der neue Direktor Stephane Gallet zusammen mit dem Oenologen Stephan Derenoncourt die berühmten Fäden in der Hand.

Heute wird auf Château Jean Faure von Hand gelesen, bei Erntemengen von 35-40 Hektolitern pro Hektare. Im Keller verzichtet man zur Schonung des Traubenmostes auf jegliches Pumpen. In weiten 8000 Litertanks wird der Most vergoren und von Hand oder hydraulisch gestossen. So erhält der Saft mehr Kontakt mit der Traubenhaut und die typischen Aromastoffe bleiben so dem Wein erhalten. Der Wein wird zu zwei Drittel in Barriques und zu einem Drittel im Betontank ausgebaut  All diese Anstrengungen haben bewirkt, dass Jean Faure wieder im Konzert der grossen St. Emilion mitspielen kann.

Olivier Decelle, der heute auf dem Weingut wohnt sagt über die Zukunft: „Unser wichtigstes Ziel ist es einen unverwechselbaren Wein zu machen, der 2016 auch wieder Platz bei den Grand Crus Classes von Saint-Emilion findet.“

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