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Weingut Rudolf Fürst

Deutschland

Region:
Rebfläche:
Inhaber:
Kellermeister:
Web:

Franken
21 ha
Paul & Sebastian Fürst
Paul & Sebastian Fürst
www.weingut-rudolf-fuerst.de

 


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Seit 1638 betreibt die Familie Fürst in Bürgstadt Weinbau. Das mittelalterliche Bürgstadt liegt im westlichen Zipfel des Frankenlandes. Zwischen dem Hügelland des Spessarts und des Odenwalds fliesst der Main gemächlich dahin; er schenkt der Landschaft im Miltenberger Talkessel ein einzigartiges Klima, wie gemacht für den Weinbau.

Seit jeher baut hier die Familie Fürst neben den traditionellen Sorten wie Silvaner und Riesling vor allem Früh- und Spätburgunder an. Im Bürgstadter «Centgrafenberg» stehen die meisten Reben des Weingutes. Diese reine Südlage mit Buntsandstein-Verwitterungsböden ist ein idealer Standort für Spätburgunder- und Rieslingreben. Das milde Mikroklima schafft speziell für den Spätburgunder idea-le Bedingungen, und die guten, im Sommer bisweilen hitzigen Böden gewährleisten die optimale Struktur der Weine.
1979 haben Monika und Paul Fürst die neuen Gutsgebäude mitten in den Weinbergen des «Centgra-fenbergs» errichtet. Ein entscheidender Schritt für die Qualität der Fürst-Weine. Von Anfang an war die Philosophie so klar und konsequent wie das Dichterwort von Oscar Wilde: «Mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach. Man nehme von allem nur das Beste.» So wurde in den letzten Jahren konsequent in die Qualität investiert. Naturgemässe Bewirtschaftung der Weinberge, reduzierte Erträ-ge, aufwändige Laubarbeiten, gestaffelte und selektive Traubenlese und im Keller schonender Wein-ausbau mit langer Holzfasslagerung sind die Garanten für die Substanz und Finesse der Weine.

Zudem wurde Frühburgunder, die alte autochtone Rebsorte der Maingegend, wieder verstärkt ange-baut. Die gehaltvollen Weine daraus erregten in den letzten Jahren grosses Aufsehen und brachten dem Weingut viel Renommee ein. Aber auch die Spätburgunder der Fürst’s wurden von der Weinkri-tik regelmässig unter die besten Gewächse ihrer Art im deutschsprachigen Raum eingereiht.

Seit dem Sommer 2009 ist Sohn Sebastian, der 1980 auf dem neuen Weinhof zur Welt kam, Teilhaber des Weinguts. Für die Burgunderweine hat ihm Vater Paul bereits seit dem Herbst 2007 die Verant-wortung übertragen. Dabei kommen dem Sohn die Erfahrungen aus mehreren Praktika in Burgund und vor allem seine Studien über den Ausbau von Spätburgunder ohne Filtration in seiner Diplomarbeit an der Weinhochschule in Geisenheim/Rheingau sehr zugute.

2004 kauften Paul Fürst und sein Sohn Sebastian die etwa 1,5 Hektar grosse, extrem steile und denkmalgeschützte Lage «Schlossberg» in Klingenberg am Main. Ziel der Fürst’s ist es, aus diesem be-rühmten, legendären Terroir einen grossen Spätburgunder zu vinifizieren. Dazu sind allerdings gewal-tige Anstrengungen und Investitionen nötig. Es steht ein Mauerbau und die Pflege von fast. 5 Kilome-tern Trockenmauern aus Sandstein an, die überalterten Rebstöcken müssen ersetzt werden und der Boden benötigt eine Humusversorgung damit die Lage wieder in Schuss kommt.

Merian sagt 1646 über Klingenberg und seinen Schlossberg: «Ein gar kleines Städtlein, so dass herrlichen Weinwachsens halber berühmt - welch köstlicher Wein weithin verführet wird.“