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HuberVini

Schweiz

Region:
Rebfläche:
Inhaber:
Kellermeister:
Web:

Malcanton /Tessin
6.8 ha
Daniel Huber
Daniel Huber
www.hubervini.ch


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Einer der renommiertesten heimischen Produzenten im Tessiner Qualitätsweinsektor ist Daniel Huber mit seinem Weingut «Huber Vini» in Monteggio. Die Familie Huber blickt zwar noch auf keine jahrzehntelange önologische Tradition zurück. Doch Winzer Daniel Huber kann stolz sein auf seine ansehnliche Fangemeine, die seine köstlichen Tropfen ins Herz geschlossen hat.

Das Weingut wurde im Jahre 1981 gegründet. Der Gründer und Besitzer Daniel Huber erlangte mit seinen hochklassigen Weinen sehr schnell einen ausgezeichneten Ruf. Trotz der grossen Anerkennung ist Huber ein bescheidener und hart arbeitender Winzer geblieben. Er ist keiner, der die Öffentlichkeit sucht denn eine flächendeckende Mundpropaganda sorgt dafür, dass sich die gesamte Weinproduktion quasi von selbst verkauft. Seine sortentypischen Terroir-Weine gehören zu den aromatischsten, reintönigsten und komplexesten der Südschweiz.

Der 30-jährige studierte Forstwirt mit Hochschulabschluss stammt aus einer Stadtzürcher Unternehmerfamilie. Leitende Stellen in der Forstwirtschaft waren nach seinem Studienabschluss rar. Sensibilisiert durch den Club-of-Rome-Bericht wurde bei ihm das Interesse am Weinbau geweckt. An der Weinfachschule in Changins liess er sich im Zweitstudium zum Önologen ausbilden und machte in dieser Zeit zugleich seine ersten Erfahrungen als Weinbauer. In der Romandie lernte er damals auch seine Frau Annemarie, heute Seele des Weingutes und Mutter zweier Töchter und eines Sohnes, kennen.
Daniel Hubers grosser Traum war der Syrah. Deshalb wollte er sich in der Waadt oder noch lieber im Wallis eine Existenz aufbauen. Der Preis für das Rebland überschritt sein Budget aber um ein Vielfaches. So verschlug es ihn mit seiner Familie ins Tresatal nach Monteggio. In dieser abgeschiedenen Gegend erwarb er preisgünstiges Brachland. Da die Rebparzellen nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr bewirtschaftet wurden und infolge dessen vergandeten, mussten über 85 Prozent der erworbenen Fläche urbar gemacht werden.
Heute bewirtschaftet er zusammen mit seiner Frau und zwei ständigen Mitarbeitern 6,8 Hektaren Rebland, mehrheitlich an südexponierten Lagen, zwischen 300 und 450 Meter über Meer. Seit einigen Jahren setzt Huber in seinen Reblagen kein Herbizid und kaum noch Kunstdünger ein. «Die Reben sollen nicht durch Dünger ernährt werden, sondern so viel Wuchskraft entwickeln, dass sie den Boden und damit das Terroir mit ihren Wurzeln selber erschliessen können.» Weiter betont er: «Wir sind ein typischer Schweizer Familienbetrieb, der vom Rebberg bis zur Vermarktung alles selber erledigt. Dadurch sind wir in der glücklichen Lage, auch Verfeinerungen ohne Rückfragen und Bewilligungen umzusetzen.»

Das Tessin ist bekannt als die Sonnenstube der Schweiz. Beim genaueren Hinsehen fällt jedoch auf, dass das Klima nicht speziell für den Weinbau geeignet ist. Das Problem der Bewässerung stellt sich zwar nicht, da neben Trockenperioden ausreichende Regenfälle für eine natürliche Bewässerung der Kulturen sorgen. Wenn sich aber im September die Regenfronten an den Alpen stauen und sich sintflutartig über den Tälern des Südtessins entleeren, hängt der ohnehin spät reifende Merlot öfters noch am Stock. Dies hat zur Folge, dass die Trauben zu einer verspäteten Reife kommen und tiefere Öch-lewerte als gewünscht erzielen. Zusätzlich gilt die Gegend um Monteggio als ausgesprochen hagelgefährdet. So beeinflussen die unvorhersehbaren Wetterkapriolen Jahr für Jahr die Quantität und Qualität der Huberschen Weine.

In guten Jahren ist das Klima für den Weinbau in der Gegend aber geradezu ideal. Es gibt kaum Frost, in der Kühle der Oktobernächte reift der Merlot ausgezeichnet und verspricht finessenreiche, aromatische Rotweine. Inspiriert von Thomas Mann’s Roman «Der Zauberberg» hat Daniel Huber seinen Spitzenwein, welcher bei einer weltweiten Merlot-Blindprobe im Jahr 1992 für grosses Aufsehen sorgte, «Montagna Magica» genannt.