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Weinlaubenhof Kracher
Österreich
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Region:
Rebfläche:
Inhaber:
Kellermeister:
Web:
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Neusiedlersee
34 ha
Michaela & Gerhard Kracher.
Gerhard Kracher & Hans Thyringer
www.kracher.net
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Der Weinlaubenhof liegt im Seewinkel, einer schier endlosen Ebene, die mit zahlreichen kleinen und grossen Lacken durchsetzt ist. Das pannonisch-kontinentale Klima sorgt hier für heisse trockene Sommer und sehr kalte Winter. Durch die riesige Wasserfläche des Neusiedlersees werden die Extre-me der Witterung gemildert, es entsteht ein ganz spezifisches Kleinklima. Der feuchtwarme Witterungswechsel ist Voraussetzung für die Botrytis, die Edelfäule, die hier am See fast jährlich die Trau-benbeeren befällt und dadurch phantastische Süssweine ermöglicht.
Im Weinlaubenhof setzte Vater Kracher nach dem Weltkrieg ganz auf die Karte Wein. Er war fasziniert von der Natur, den Reben, dem Vegetationsverlauf und von der Weinbereitung. Sohn Alois arbeitete schon während seiner Ausbildung in der Pharmaindustrie tatkräftig im elterlichen Betrieb mit. 1991, mit einem der grössten Süssweinjahrgänge des Jahrhunderts, gelang ihm der Durchbruch. Seine anhaltend grossartigen Leistungen erlebten 1995 den absoluten Höhepunkt: Alois konnte 15 hochstehende, absolut unterschiedliche Trockenbeerenauslesen keltern. Kracherweine waren von nun an auf dem Weltmarkt nicht mehr wegzudenken! «Ich hatte viel Glück. Einerseits durfte und konnte ich auf dem Können und der Vorarbeit meines Vaters aufbauen, andererseits war das internationale Interesse an hochqualitativen Süssweinen noch nie so gross wie gegen Ende des Jahrhunderts.»
Seit 2001 war bereits die nächste Krachergeneration mit im Spiel: Sohn Gerhard. Er verbrachte mit seinem Grossvater viel Zeit im Weingarten und schaute sich dessen Geheimnisse ab. Daneben arbeitete er mit seinem Vater im Keller und vertrat wann immer es die Zeit erlaubte, das Weingut an wichti-gen Veranstaltungen auf der ganzen Welt. Seit 2003 dann überliess Luis seinem Sohn immer öfter die Regie im Keller. Gerhard Kracher entwickelte dabei neue, eigenen Vorstellungen, wusste aber um den Wert der Tradition, die sich mit dem Namen Kracher verbindet.
Als dann Alois Kracher im Dezember 2007 nach schwerer Krankheit verstarb, musste Gerhard in die Fussstapfen seines «grossen» Vaters treten. «Es war ein wortloser Übergang, weil wir beide wussten, dass es so ist.» Durch seine Mitarbeit in den letzten Jahren lernte er viele Geschäftspartner kennen: «Ich habe mich dadurch leichter getan, doch sie haben es mir auch leicht gemacht. Zudem habe ich vertraute Freunde und Mitarbeiter als Unterstützung an meiner Seite.» So trifft weiterhin der langjährige Kellermeister Hans Thyringer die Entscheidungen in den Weingärten. Ab dem Zeitpunkt der Lese übernimmt dann Gerhard Kracher mit ihm zusammen das Szepter. Um den optimalen Erntezeitpunkt zurealisieren, ist es üblich, dass die Weingärten manchmal bis zu achtmal durchkämmt und die Trau-ben dabei sorgfältig aus den Stöcken geschnitten werden, um so immer feiner zu selektionieren. Die mit Botrytis befallenen Trauben werden geerntet, die noch nicht befallenen Trauben bleiben weiter hängen. Lot für Lot wird so separat in den Keller gebracht und dann auch für sich vinifiziert. In man-chen Jahren stehen bis zu 80 verschiedene Chargen von grossartiger Qualität im Keller. Alle Spiel-möglichkeiten bleiben so bis zum Schluss offen. Die Verantwortung bei der Zusammenstellung der endgültigen Weine liegt dann beim «Chef» Gerhard Kracher.
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